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Offener Güterwagen der Bauart PFR

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PFR 14501, bygget af Vulcan i 1906 og udrangeret 1963. Foto DSB

In den Jahren 1898 bis 1908 wurden fast 2800 offene Güterwagen von unterschiedlichen Herstellern an die DSB geliefert.

Die als Bauart PF bezeichneten Wagen mit 15 t Ladegewicht wiesen eine Länge von 8,9 Metern bei einem Achsstand von 4,2 Metern auf.

Ein Teil der Wagen war mit Handbremsspindel und hochgestelltem Bremserhaus (eher ein Bremserturm) ausgestattet. Ab 1924 wurden diese Wagen in einer Stückzahl von insgesamt 1.049 Exemplaren in die Bauart PFR umgezeichnet.

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Braunkohleverladung im Jahr 1948.

Die PFR waren weit verbreitete Wagen, die in nahezu allen Güterzügen der Epochen 2 und 3 anzutreffen waren, in denen Wagen für den Transport von z.B. Torf, Rohren, Leitungen, Futtermitteln, Sand, Steinen, Schotter, Schrott, Kabeln oder Maschinen benötigt wurden.

Die Wagen verloren ihre Bremserhäuser/-türme in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, blieben aber in Betrieb, bis sie dann in den 50ern und 60ern in größerem Umfang verschrottet wurden. 1960 waren noch 387 Wagen vorhanden, im Jahre 1965 gab es nur noch 30 Exemplare und 1967 wurde der letzte Wagen ausgemustert.

Bau eines korrekten „Turmwagens" der Bauart PFR

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Von Peter Mose

Der Bau des Modells ist nicht besonders schwierig, auch wenn es nicht unbedingt eine Aufgabe für einen Anfänger ist. Dem sollte eher der einfachere Bau eines PF ohne Bremserturm gelingen.

Fahrgestell

Für das Fahrgestell habe ich einen Minitrix-Niederbordwagen mit 28 mm Achsstand und 50 mm Ladelänge gewählt. Für einen exakt maßstäblichen Wagen sind beide Maße um 1,7 mm zu groß. Nachdem der Wagenkasten und das Beschwerungsgewicht abgenommen wurden, kann das Fahrgestell gekürzt werden. Dazu werden zunächst die Luftbehälter und alles andere zwischen den Achsen auf der Unterseite entfernt. Dann werden mit einer kleinen Säge 1,7 mm aus dem Fahrgestell entfernt. Die beiden Hälften werden mit Sekundenkleber zusammengeklebt. An einem Ende werden die Rangierertritte entfernt und für die spätere Weiterverwendung aufbewahrt.

Der PFR-Wagen ist mit 2,5 m vergleichsweise schmal, was im N-Maßstab einer Ladebreite von 16 mm und damit grob der Breite des Fahrgestells entspricht.

Wagenkasten

Der Wagenkasten entsteht aus 0,5 mm dicken Kunststoffplatten mit Bretterimitation (1mm Fugenabstand). Der neue Wagenboden wird so zurechtgeschnitten, dass er 1 mm schmaler und kürzer als das Fahrgestell ist. Auf dem Boden sollten Querrillen zu sehen sein. Die 6 mm hohen Seitenwände erhalten die gleiche Länge wie das Fahrwerk.

Die Stirnwände sind unterschiedlich. Deren Länge entspricht der Breite des Fahrwerks. Die Stirnwand ohne Bremserhaus wird 6 mm hoch, die andere mit Bremserhaus erhält eine Höhe von 10 mm und einem 7,3 mm breiten Ausschnitt, wobei die beiden Ecken entsprechend der Skizze schräg abgetrennt werden

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Bevor die Teile verklebt werden, muss entschieden werden, ob unter dem Boden Platz für das Beschwerungsblech gelassen werden soll. Ich habe das Blech weggelassen, so dass der Boden so tief wie möglich liegt. Wenn das Beschwerungsblech wiederverwendet wird, liegt der Boden dann um die Dicke des Bleches höher. Das Blech muß dann den Maßen des Bodens angepasst werden.

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Nachdem der Wagenkasten zusammengeklebt wurde, wird das Bremserhaus gebaut und montiert (s.u.).

Dann werden die senkrechten Bordwandprofile und die Türrahmen an den Wagenkasten geklebt. Die Bordwandprofile sind eigentlich T-Profile, was im N-Maßstab aber schwierig umzusetzen ist. Daher habe ich 0,5 x 1,0 mm-Kunststoffstreifen verwendet, die mit der Schmalseite aufgeklebt werden. Es ist darauf zu achten, dass die Bordwandprofile überstehen und bis an die Unterkante des Fahrwerkes reichen müssen.

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Die Türrahmen entstehen aus denselben Profilen, werden aber mit der breiten Seite aufgeklebt. Ein sehr kleiner Streifen deutet den Riegel des Türverschlusses an. Die Bordwand auf der Stirnseite ohne Bremserhaus erhält drei Bordwandprofile, die nicht über den Rahmen ragen. Die äußeren Profile werden 2,5 mm von der Ecke entfernt angebracht.

Bremserturm

Der Turm wird aus 0,5 mm dicken Kunststoffplatten mit Bretterimitation gebaut. Die Seitenwände sind 7,4 mm breit und 11,0 mm hoch. Vorder- und Rückwand werden 6,3 mm breit und 11,7 mm bzw. 7,7 mm hoch. Beide werden mit den Seitenwänden verklebt und erhalten eine leichte Rundung für das Dach.

Die Fenster mit einer Größe von 2 x 2,5 mm werden vorsichtig herausgefeilt. Bei den Fenstern auf der Rückseite ist darauf zu achten, dass sie etwas höher als die anderen Fenster sitzen. Die Tür wird mit einer Reißnadel eingeritzt. Der Türgriff ist ein sehr kleiner Kunststoffstreifen.

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Der schräge Teil des Bremserturmfußbodens wird mit einem 6,3 mm breiten Kunststoffstück verschlossen. Dann wird das Dach mit einem Überstand von 0,5 mm auf jeder Seite aufgeklebt.

Wenn der Turm fertig ist, kann er in den Ausschnitt der Stirnwand geklebt werden. Der Turm muß ca. 1,5 mm über die Stirnwand hinausragen. Die 6 mm langen schrägen Platten an den Seiten reichen von der Unterkante des Turmes bis zur Oberkante der Seitenwand. Auf die Rückseite des Turmes wird ein schmaler Kunststoffstreifen zwischen die beiden schräge Platten geklebt, die gegenüber der Rückwand ein kleines Stück zum Wageninneren zurückgesetzt sind.

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Plattform, Leitern und Stützen

Die Plattform unter dem Turm misst 2 x 11 mm. Aus demselben Kunststoffstreifen werden vier an die Stirnwand zu klebende Tritte und die dazugehörigen Stützholme angefertigt. Ein Streifenstückchen verschließt den Plattformaufstieg an der untersten Stufe.

An jeder Seite des Bremsturmes gibt es ein Stützprofil, welches beim Vorbild vom oberen Ende des Turmes bis zum Rahmen geht. Am Modell werden diese Profile jeweils geteilt, ein Teil oberhalb und ein Teil unterhalb der Plattform. Das obere Teil wird mit der schmalen Seite an den Turm geklebt, das untere Teil mit der schmalen Seite an die Stirnwand.

Zur Nachbildung der Handbremswelle wird unter die Bremserhausplattform ein Kunststoffstreifen mit 0,5 mm Durchmesser von der Wagenmitte aus leicht nach links versetzt geklebt. Die Welle sollte bis zur Rahmenunterkante gehen.
Die beiden Griffstangen der Aufstiege aus 0,3 mm dünnem Draht werden vorgebogen und eingeklebt. Für die Griffstangen werden vorher entsprechende Löcher in das Bremserhaus und die Wagenkastenstirnwand gebohrt.

Bremsanlage und Tritte

Gestänge und Lagerbock der Bremsanlage lassen sich im N-Maßstab nicht so einfach nachbilden. Mit zwei kleinen Böcken aus Kunststoff und etwas dünnem 0,3 mm-Draht lässt sich eine gute Wirkung erzielen, so das es annähernd korrekt aussieht (s. Bild).

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Die beiden aufbewahrten Rangierertritte werden unter die jeweils linken Seitenwandtüren geklebt. Die beiden Tritte am Bremserhausende müssen auf ca. 5 mm verlängert werden.

Der Aufbau wird in DSB Kastanienbraun (Humbrol 133s), das Dach in koksgrau lackiert. Die weiße Beschriftung kann man leider nicht im Handel kaufen, also muß sie aus vorhandenen Beschriftungssätzen zurechtgeschnitten werden.

Das Fahrgestell und der Wagenkasten werden miteinander verklebt.

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Ein oder zwei PFR und ein paar PF, alle mit gewalztem Asphalt oder Kies beladen, sind ein schöner Blickfang in einem Güterzug.

Claus Jensens Bauanleitungen zu PF und PFR in der Zeitschrift LOKOMOTIVET Nr. 9 und Nr. 31 sind sehr hilfreich. Dort sind einige gute Zeichnungen der Waggons zu finden.

Danke an Carsten Möller für die deutsche Übersetzung